3. Vergleich Läufer - Springer


In den folgenden drei einfachen Stellungsbildern bleiben die weißen Steine an ihrem Platz, und die Position des schwarzen Königs wird variiert. Die mit einem schwarzen Kreuz markierten Felder darf er nicht einnehmen.


KLP-k


Diagramm 1: König, Randbauer und Läufer gegen König


KSP-k


Diagramm 2: König, Randbauer und Springer gegen König


Diagramm 1: Steht der schwarze König auf einem gelben Feld, kann er unabhängig vom Zugrecht die Stellung Remis halten, steht er auf einem hellgrauen Feld, so steht er unabhängig vom Zugrecht auf Verlust. Auf einem hellgrünen Feld gilt: Weiß gewinnt, es sei denn, Schwarz ist am Zug. Dann kann er Remis halten.


Diagramm 2: Steht der schwarze König auf einem hellgrauen Feld, steht er unabhängig vom Zugrecht auf Verlust, oder aus der Sicht von Weiß: Weiß steht unabhängig vom Zugrecht auf Gewinn.


Beim Vergleich der Diagramme 1 und 2 wird gerne behauptet, der Springer in Diagramm 2 sei stärker als der Läufer in Diagramm 1, da der Springer in Diagramm 2 grundsätzlich jedes Feld auf dem Brett kontrollieren kann. Ein Läufer schafft maximal die Hälfte der Brettfelder, weshalb er in der einen oder anderen Position mal als guter, mal als schlechter Läufer bezeichnet wird. Grundsätzlich gibt es jedoch keine guten oder schlechten Schachsteine, sondern nur gewonnene resp. verlorene oder unentschiedene Positionen.


Diagramm 3: Ohne Leichtfigur sieht es wie folgt aus:


KP-k


Diagramm 3: König und Randbauer gegen König


Ein Vergleich zwischen den Diagrammen 1 und 3 zeigt: Der Läufer ist ohne Belang!

Positionstypen und Farbcodes


Farbcode


Farbcodes zur Darstellung der Positionstypen ohne Berücksichtigung des Zugrechts


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